Jahreshauptversammlung des SAV Pliete

16.01.2011 - Verfasser: Jörn Brede

Rolf Vorbeck in seiner Begrüßungsrede
Rolf Vorbeck
in seiner Begrüßungsrede

Am heutigen Sonntag trafen sich der Vorstand des SAV Pliete und seine Mitglieder im Restaurant des LBV Phönix in der Falkenstraße zur Jahreshauptversammlung 2011. Über 50 Angler und Anglerinnen des Sportanglervereins waren der Einladung gefolgt. Kurz vor Veranstaltungsbeginn war der Saal gut gefüllt und die Verantwortlichen mussten noch schnell 3 weitere Tische eindecken, damit alle Anwesenden einen Platz fanden. Mit so vielen Teilnehmern hatte man wohl nicht gerechnet.

Pünktlich um 14 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Matthias Rosin die Jahreshauptversammlung. Nach einer kurzen Begrüßung und einer Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder übergab er zunächst an Schriftwart Boris Thies, der nun das Protokoll verlas. Danach war der 1. Vorsitzende des Lübecker Kreisverbands der Sportfischer, Rolf Vorbeck, an der Reihe und richtete das Grußwort seines Verbandes an den Vorstand und die Mitglieder des SAV Pliete.

Rolf Vorbeck lies das vergangene Jahr mit Berichten über den Fischbesatz in Wakenitz und Elbe-Lübeck-Kanal, den durchgeführten Fischereischeinlehrgängen und einem Rückblick auf die VDSF-Versammlung noch einmal Revue passieren. Im weiteren Verlauf bedauerte er noch einmal die mangelnde Bereitschaft der Angelvereine, an den zweimal im Jahr stattfindenden Verbands-Ausschuß-Sitzungen teilzunehmen. Auch der SAV Pliete fehlte auf diesen letzten Veranstaltungen. Mit den besten Wünschen und einem dicken Petri Heil schloß Rolf Vorbeck sein Grußwort.

Ekkehard Sklanny wurde von Matthias Rosin ausgezeichnet
Ekkehard Sklanny wurde
von Matthias Rosin
ausgezeichnet

Danach führte Matthias Rosin als 1. Vorsitzender die Ehrungen der langjährigen Vereinsmitgliedschaften für 20, 30, 40 und 50 Jahre und weiterer verdienter Mitglieder durch. Unter den Ausgezeichneten war auch Ekkehard Sklanny vertreten, den viele Angler der Hansestadt gut kennen. Bereits seit Jahren engagiert er sich im Lübecker Kreisverband und ist als Ausbilder in den Fischereischeinlehrgängen aktiv.

Anschließend begann Matthias Rosin mit seinem Jahresbericht. Es ist übrigens die 78. Jahreshauptversammlung des Vereins, die heute stattfand. Er berichtete von den Gemeinschaftsangeln des vergangenen Jahres und von dem Grünkohlessen, das künftig jährlich stattfinden soll. Er berichtete weiter, dass man im Jahr 2010 insgesamt acht Monatsversammlungen durchgeführt habe. Sehr zufrieden zeigte er sich auch mit der neuen Geschäftsstelle, die vom kommissarischen Kassenwart Torge Schindler und seiner Ehefrau Iris betrieben wird. Aufgrund der zunehmenden Mitgliederzahl werde es in diesem Jahr auch mehr Geld für Besatzmaßnahmen geben. Waren es zuvor noch 4.000,-- Euro jährlich, werde man künftig bis zu 7.000,-- Euro für den Fischbesatz aufwenden. Auch auf die Vereinfachung der vereinsinternen Angelbestimmungen wies er noch einmal hin. Einzelheiten dazu erhalten die Mitglieder in dem Vereinsheft Plietenfang. Erfreulich ist auch der erneute Mitgliederzuwachs im Verein. Zu Beginn dieses Geschäftsjahres hat der Verein 489 Mitglieder (2010/464, 2009/430, 2008/408). Auch im Jahr 2011 wird die Aufnahmegebühr für neue Mitglieder ausgesetzt.

Doch es gab nicht nur erfreuliche Neuigkeiten. Als Besorgnis erregend fand Matthias Rosin die Entwicklung, wie Mitglieder mit dem Vereinseigentum umgehen. Besonders eklatant sei das Verhalten am Stocksee. Die Boote werden häufiger dreckig hinterlassen. Von leeren Madendosen über Schilf- und Pflanzenreste bis hin zu Essensresten bleibt alles im Boot liegen. Anker und Riemen werden in den Booten liegengelassen ohne sie wegzuschließen. Oder die Boote werden nicht an den dafür vorgesehenen Plätzen wieder festgemacht, sondern gerade da wo man Platz findet. Auch sind immer mehr Riemen defekt oder gebrochen. Eigentlich sollte jeder Angler wissen, dass Riemen nicht zum Staken oder zum Festmachen im Schilfgürtel vorgesehen sind. Auch werden bei Beschädigung oder Verlust von Vereinseigentum immer weniger Schadensmeldungen abgegeben. Höhepunkt dieses Fehlverhaltens seien beispielsweise, dass auf einem Boot gegrillt wurde und bei einem anderen Fall ein Loch in die Holzbank geschnitzt wurde, damit der Angler seinen Sonnenschirm dort reinstecken kann. Derartige Verhaltensweisen sind völlig indiskutabel und werden vom Verein mit Nachdruck verfolgt.

Mirco Schneider gab zunächst bekannt, dass er aus familiären Gründen für keine weitere Amtszeit als 2. Vorsitzender zur Verfügung stehe. Er werde dafür aber mit seinem Vater zusammen das Amt des Sportwarts wieder übernehmen. Beide Ämter seien einfach zu viel. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit "Fischerman´s Partner", die im vergangenen Jahr zwei Veranstaltungen zum Spinnfischen und Norwegen-Angeln im Verein durchgeführt haben. Für die alten Hasen gab es dabei viel Neues zu erfahren, gerade was den Bereich der Angelausrüstung anbelangt. Weiter erzählte er von den vielen Terminen am Stocksee oder in Lockwisch, an denen der Vereinsvorstand immer gefordert wurde.

Der bisherige kommissarische Kassenwart Torge Schindler berichtet von den anfänglichen Schwierigkeiten in seinem Amt. Er sei nach dem Tod von Sportfreund Helmut Bade buchstäblich ins kalte Wasser geworfen worden. Eine Übergabe und Einweisung in die Amtsgeschäfte konnte nicht durchgeführt werden. Nachdem er sich aber mit Fleiß und Engagement eingearbeitet habe, konnte er die Amtsgeschäfte des Kassenwartes zur vollen Zufriedenheit des Vorstands führen. Die finanzielle Lage des Vereins stellte er als sehr gesund dar. Man konnte 2010 sogar die Rücklagen des Vereins weiter erhöhen. Dies sei zum einen auf die sparsamen und sorgfältig bemessenen Ausgaben des Vereins sowie auf die gesteigerten Einnahmen der gestiegenen Mitgliederzahl zurückzuführen.

Der ausscheidende Sportwart Hans Schneider ging in seinem letzten Bericht noch einmal die Veranstaltungen des letzten Jahres durch und bedankte sich bei allen Anwesenden für die tolle Zusammenarbeit. Aus familiären Gründen steht er für keine neue Amtszeit zur Verfügung, wolle aber seinem Sohn Mirco hierbei mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er gab auch bekannt, dass man das Familienangeln am Nebelmeer künftig nur alle zwei Jahre durchführen werde. Die besten und erfolgreichsten Angler im Verein wurden von ihm mit Erinnerungspokalen ausgezeichnet.

Die Jugendwarte Henning Rosin und Jan-Ole Waehling freuten sich über ihre aktive Jugendgruppe. 10 - 12 Jugendliche nehmen regelmäßig und mit Engagement an den angebotenen Veranstaltungen teil. Im Jahr 2011 soll eine Jugendfahrt nach Schweden stattfinden. Die Jugendwarte bedankten sich bei der Possehl-Stiftung, durch deren Zuschuß diese Fahrt überhaupt erst möglich wird.

Nach den Berichten des Vorstands und einer kleinen Pause wurden die Neuwahlen des Kassenwartes, des 2. Vorsitzenden, Gerätewarts, Sportwarts, Pressewarts, Schriftwarts, Kassenprüfer und der Delegierten durchgeführt. Die Namen und die Bilder der Gewählten kann man in Kürze auf der Homepage des SAV Pliete nachlesen. Allen gewählten neuen Vorstandsmitgliedern wünschen wir ein glückliches Händchen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

 

 

 

 

 

 

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